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Willkommen auf den Seiten des Hauses Taunusstraße 27 in Berlin-Friedenau!

Hoffest 2008

Das große Sommer-Hoffest fand in diesem Jahr am 5. Juli unter dem Motto Flower Power – die wilden 60er und 70er statt. Es war bereits das vierte offizielle Hoffest, das wir ausrichteten. Diese Seite ist die Bilderseite. Die Übersicht befindet sich auf dieser Seite (wo sich auch Hinweise zur Organisation des Fests und zum Team befinden, das das Fest organisierte).

In der Garage warten sieht es recht unaufgeräumt aus. Die riesigen Fassadenbilder warten darauf, dort montiert zu werden, wohin sie gehören: an die Fassade. Sie bestehen aus Verpackungen, die auf Dachlatten geschraubt wurden. Budget für die Herstellung: null (abgesehen von etlichen Stunden investierter Kreativität).
Alle Fahrräder wurden für das Hoffest in die Garage transportiert.
Bei einem der Fahrräder gestaltete sich das nicht ganz einfach. Weil sich die Mieterin nicht gemeldet hatte und wir das teure Fahrradschloss nicht knacken wollten, mussten Daniel und Marc es mitsamt Fahrradständer in die Garage hieven.
Susanne gestaltete die Leseecke. Auf der einen Seite gab es Informationen über die Sechzigerjahre, auf der anderen Seite über die Siebzigerjahre. Wer nicht nur zum Essen, Trinken und Feiern, sondern auch für die Allgemeinbildung gekommen war und folglich ein paar Minuten in der Leseecke verbrachte, hatte später beim großen Quiz bessere Karten.
Susanne und Jürgen montierten aus tragbarem DVD-Player und Musikanlage in einer Tür im Durchgang eine Installation. Die Gestaltung zeigte einen Fernseher im Stil der 60er/70er, stilgerecht mit 5 Programmen zur Auswahl. In Schwarzweiß liefen dort die ersten Folgen des Beat-Clubs, einer legendären Musiksendung der 60er- und frühen 70erjahre. Der Sound war (vielleicht ebenfalls stilgerecht) etwas gedämpft – schließlich standen die Lautsprecherboxen hinter der Holztür.
Hier gibt's gerade die Ansage einer damals mächtig angesagten Kapelle.
Frau Möllers Hund Marlo ist noch klein und durch die mächtig veränderte Umgebung etwas irritiert.
Trotzdem lässt sich Marlo von Finn füttern.
Hier noch einmal der Beat-Club-Fernseher in voller Pracht. Im Regal schlummert die Katze samt Wollknäuel, daneben eine Vase mit Blumen (wahrscheinlich aus Plastik).
Ach ja, waren das noch schöne Zeiten, als Berlin wahrhaftig multi-kulti war: französischer Norden, britische Mitte, amerikanischer Süden und sowjetischer Osten. Das Ganze in Stein gemauert am 13.08.1961 und erst wieder entmauert im November 1989.
Diesmal gab's zum Aufblasen der vielen obligatorischen Luftballons erstmalig eine professionelle Ballonpumpe. (Ach ja, wir werden alle nicht jünger.) Finn steht hier unter der fertigen Ballongirlande, die immerhin 8 Meter lang ist und später den Eingangsbereich schmücken wird.
Die Bar vom 3. Hoffest 2006 haben wir wieder aufgebaut. Allerdings gab's diesmal Dizzy Drinks, und außerdem war die Front mit Prilblumen ver(un)ziert.
Marina fragte, ob ich (Stefan) die Sitzanordnung vor der Bühne dokumentiert hätte, damit wir bei der Planung des nächsten Hoffests die Diskussionen darüber abkürzen künnten. Klar habe ich dokumentiert (ist ja auch beruflich mein Job), aber ob das künftige Diskussionen abkürzen wird, sei dahingestellt. Etliche Leute sprachen mich wegen der ungünstigen Platzierung der Tische und Bänke vor der Bühne an ...
Am Tag vor dem Hoffest war das Wetter so schlecht, das man für das Fest das Schlimmste befürchten konnte. Es regnete den halben Tag und ansonsten war es feucht und eher kühl. Hier steht Finn in einer der Regenpausen auf der bereits aufgebauten Bühne.
Blick von der Garage durch eins der Fenster auf den Hof. Marc ist damit beschäftigt, zusammen mit Mille den großen Geträkekühlschrank der Bar zu bestücken.
Der Getränkenachschub lagert in der Garage.
Marc und Mille beim Bestücken des Getränekekühlschranks, den wir als kostenlose Leihgabe vom einem unserer Sponsoren erhalten haben.
Noch einmal Finn unter der 8 Meter langen Ballongirlande.
Die 8 Meter lange Ballongirlande.
Am einen Ende der Ballongirlande sieht man, was wir alles in die Garage verfrachtet haben, um in unserem kleinen Hof Platz zu schaffen. Unter anderem Fahrränder und einen Teil der Mülltonnen (der andere Teil stand während des Festes in der Garagenauffahrt).
An der Rückwand zur Kaffee- und Kuchentheke hängt ein VW Käfer im damals wahrscheinlich optimal erwünschten Design.
Wer ist die Frau mit der hippen Frisur? Marsha Hunt (aus dem Musical Hair)?
Finn, Lennart, Frau Geppert und Marina bei der Herstellung der Ballongirlande.
Und nochmal das Ganze, diesmal mit Marc.
Und weil's so schön war, noch mal.
Alessa schaut sich die Ballongirlande an.
Marc montiert eins der kleineren Fassadenelemente auf Dachlatten.
Daniel montiert die Bühnenüberdachung, während Finn den Inhalt des Werkzeugkastens inspiziert.
Bestuhlung vor der Bühne. Sie wurde uns freundlicherweise unentgeltlich von Fränky's zur Verfügung gestellt.
Die von Wendy mühsam wieder auf weiß getrimmten Gartenstühle bilden den hinteren Teil der Bühnenbestuhlung.
Vor der Bühne finden etliche Zuschauer (Sitz-) Platz.
Und noch einmal die Bestuhlung, hier rechts von der Bühne.
Die Kaffee- und Kuchentheke.
Blumen aus echtem Plastik sprießen an allen Ecken ...
... und Enden. Echt Siebzigerjahre eben.
Blick von der Hofmitte Richtung Bühne.
Daniel hängt die selbstgeschweißten Peace-Zeichen an der Bar auf, Marina schaut zu.
Marc und Daniel haben ein Dutzend Peace-Zeichen geschweißt.
Von Frau Gepperts Balkon hängt ein quietschbuntes Laken. Auch hier dominiert die Friedensbotschaft. Peace, Brother!
Da es am Freitag sehr viel geregnet hatte und wir nicht sicher waren, ob der Samstag wie angesagt trocken werden würde, stellten wir vier riesige rote Regenschirme auf. Auch diese wurde freundlicherweise von Fränky's zur Verfügung gestellt. Hier die Schirme unmittelbar vor der Bühne.
Und hier die Schirme im anderen Teil des Hofs.
Das riesige Fassadenbild mit Motiven aus den Sechzigerjahren ist soeben aus der Garage in den Hofgang verfrachtet worden.
Das größte Fassadenbild ist zwei Meter breit und acht Meter hoch.
Blick aus der zweiten Etage des Vorderhauses auf das größte Fassadenbild, das vorm Treppenhaus des Hinterhauses aufgehängt wurde.
Das Treppenhaus des Hinterhauses ist finster, weil das Fassadenbild die Fenster vollständig überdeckt.
Die Freiheitsstatue, die wir schon beim 3. Hoffest 2006 aufgehängt hatten, wirkt im Vergleich zum neuen Fassadenbild geradezu mickrig. Jeder von uns hatte sie viel größer in Erinnerung. Für das Flower-Power-Hoffest haben wir die Freiheitsstatue mit reichlich Graffiti und Peace-Zeichen bemalt.
Hier das neue große Fassadenbild in voller Pracht. Mit seinen acht Metern bedeckt es in der Höhe zwei Drittel der Fassade.
Oben sind die Fab Four (die Beatles), darunter ein Regenbogen mit Love, Peace und Yellow Submarine. Jim Morrison von den Doors verkündet neben Led Zeppelin und Cream die frohe Botschaft von Sex, Drugs, and Rock'n'Roll. Jimi Hendrix und Janis Joplin (und der Schriftzug von Joe Cocker) sind umrahmt von den Titeln damals berühmter Lieder wie Purple Haze (Jimi Hendrix), Smoke on the Water (Deep Purple) und Peace on my Heart (Janis Joplin). Ach ja, das Woodstock-Festival anno 1969. Ganz unten verkündet ein ziemlich bunter Uncle Sam I WANT LOVE und fordert auf seinem Protestplaket MAKE LOVE NOT WAR. Ob es den Spruch Auch ein Hippie muss mal Pippi damals schon tatsächlich gab, ist allerdings nicht überliefert.
Die gemütliche Sitz- und Stehecke weitab von der Bühne, hinter dem Kaffee- und Kuchentresen.
Hier sind die Fab Four besonders gut zu sehen. Den überhängenden Ast haben wir noch kurz vor dem Beginn des Fests abgeschnitten.
The Fab Five, featuring Marc Frömming.
Daniel und Marc befestigen die Köpfe der Fab Four, die noch zu stark im Wind geschwankt hatten.
Hier sieht man schön die Konstruktion, die das Fassadenbild hält.
Die Köpfe der Fab Four werden festgezurrt.
So, jetzt ist alles fest, selbst wenn der Wind stark auffrischen sollte.
Direkt von oben sieht das Fassadenbild so aus.
Wenn man die Kamera etwas weiter weghält, sieht es noch mal anders aus.
Und diesmal habe ich es geschafft, wirklich das ganze Bild von oben bis unten aufs Foto zu bekommen.
Im Treppenhaus ist es stockfinster, wenn das Licht ausgeschaltet ist.
Vom Vorderhaus aus fotografiert Frau Möller (oben links im Fenster) das große Fassadenbild.
Stilleben mit Haltekonstruktion, Köpfen der Beatles, Akkuschrauber und Astschneider.
Beeindruckt zeigten sich viele Gäste auch von John F. Kennedy, der von Wendys Balkon aus zum Publikum sprach.
Finn am Kaffee- und Kuchentresen.
Finn inspiziert am Kaffee- und Kuchentresen die 10-Liter-Kaffeekanne.
Ein neues, dem Motto gemöß gestaltetes Schild, schmückt den Eingang der Taunusstraße 27.
Jetzt sind acht Meter Ballonschnur angebracht.
Und das Ganze noch einmal von vorn.
Jürgen ist auf der Bühne mächtig am Wirbeln. Der Vormittag vor Festbeginn wird erfahrungsgemäß immer hektisch, weil man noch so viele Dinge aufbauen muss, die man nicht einfach über Nacht draußen stehen lassen kann.
Lennart und Finn on stage.
JFK ist jetzt von Fahnen gesäumt.
Und hier noch einmal im Close-up.
Es gab etliche kleinere Wandbilder mit Szenen aus der Flower-Power-Zeit, hier zum Beispiel den NVA-Soldaten (Nationale Volksarmee der DDR), der über den Stacheldraht neben der noch unfertigen Berliner Mauer springt.
Im Durchgang zwischen Straße und Hof waren die Tische mit den Preisen der Tombola aufgebaut. Eva Gillwald ist gerade am Aufbauen.
Mille hat sich ein Brusttoupet gebastelt und sieht mit Sonnenbrille und Peace-Zeichen aus wie damals.
Als erste Band spielt um 14 Uhr Company Stücke und Medleys aus den 60ern und 70ern. Von den Bewohnern der Taunusstraße 27 sind dabei: Patrick Frömming (Schlagzeug), Jürgen Frömming (Bass), Marc Frömming (Gitarre) und Daniel Borak (Gitarre).
Zu Beginn des Festes war es gähnend leer. Einige von uns hatten schon Befürchtungen hinsichtlich des Erfolgs, aber bereits gegen 15 Uhr wurde es voll. Das Wetter spielte auch mit. Es war heiter bis sonnig und mit etwa 25 Grad angenehm warm, aber auch nicht zu heiß.
Noch mal Company, vom Hofgang aus gesehen.
Astrid kam nach Finns Mittagsschlaf mit Lennart, Finn und Maja runter. Lennart (6 Jahre) war mächtig stolz darauf, selbst Bons zu kaufen, mit denen er dann Getränke holte.
Auch Finn wollte selbst Getränke holen, aber dafür musste ihn sein Vater hochheben, damit er über den Tresen der Bar blicken konnte. Maja war wegen der vielen Menschen etwas eingeschüchtert.
Frau Geppert am Kuchentresen.
Grillmeister Micha und Frau kümmerten sich um Grillwaren und Kochmais.
Maja am Grillstand. Sie will eine Rostbratwurst.
Doris moderierte im Stil der späten Sechziger gewandet die um 15 Uhr stattfindende Quizveranstaltung zu Themen der Zeit. Nach einigen Anfangsschwierigkeiten fanden sich schließlich doch noch drei Mutige, die auf die Bühne traten und die Fragen aus Politik, Kultur und Sport größtenteils richtig beantworteten. Allerdings musste Doris das Publikum bremsen, das oft und gerne schon vor dem Ende der Frage die Antwort rief.
Dank der geschickten Gestaltung der Anlagen gewinnt man von einigen Blickwinkeln den Eindruck, dass unser Hof richtig groß ist. Dabei misst er vielleicht gerade einmal 10 mal 20 Meter.
Allmählich füllt sich der Hof. Noch ist aber genug Platz zum Herumstehen im Mittelgang.
Doris moderiert die Quizveranstaltung.
Doris stellt wieder einmal eine knifflige Frage.
Noch sind vor der Bühne Sitzplätze frei. Das ändert sich gegen 17 Uhr.
Auch der Durchgang war geschmückt. Außerdem stellte dort ein Maler aus Neubrandenburg seine Bilder aus. In der Mitte des Fotos Marina, all dressed up.
Gerritt, Doris Sohn.
Die Band Feedback, quasi unsere Hausband, spielte diesmal zwei Sessions. Jetzt kam richtig Stimmung auf.
Stefan verkaufte nicht nur Bons, sondern trug auch seinen Sohn Finn auf den Schultern.
Besucher vor dem Kaffee- und Kuchentresen.
Auf dem Hof wird's allmählich richtig voll.
Daniel mit Gästen.
Gäste am Eingang zum Hof.
An der Bar gab's diesmal Dizzy Drinks. Mille und Freundin hielten dem Ansturm locker stand.
Noch mal Micha und Frau am Grillstand.
Grillwaren und Kochmais hießen diesmal Funky Food.
Und weil's so schön war, hier noch 50 Bilder von Marko Bennin, dem Neubrandenburger Künstler, der seine Gemälde im Durchgang ausstellte.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Alessa mit Freundinnen

Informationen

Unser Haus in der Taunusstraße 27 im Künstler- und Literatenviertel Friedenau (12161 Berlin) liegt etwa drei Minuten Gehweg vom Friedrich-Wilhelm-Platz, dem Zentrum von Friedenau, entfernt (siehe Stadtplan).

Auf Google Maps kann man erkennen, wie grün unser Hof, unsere Straße und überhaupt der gesamte Stadtteil Friedenau ist. Mehr über Friedenau findet man unter anderem in einem hervorragenden Artikel im deutschen Wikipedia.

Das Haus Taunusstraße 27 wurde etwa 1906 erbaut. Wie viele andere Häuser in Friedenau ist es ein Zwilling: Das Haus nebenan, Taunusstraße 28, ist ein exaktes Spiegelbild unseres Hauses entlang der Brandmauer zwischen beiden Häusern. Das lässt sich nicht nur bei der Betrachtung der Hausfassaden feststellen, sondern auch beim Besichtigen der jeweiligen Treppenhäuser. Die Wohnungen sind ebenfalls spiegelbildlich gebaut. Im Falle der Häuser Taunusstraße 27 und 28 trifft dies sowohl auf Vorder- wie auch auf Hinterhaus zu. Auf der anderen Straßenseite sind die Vorderhäuser (es gibt keine Hinterhäuser) ebenfalls spiegelbildlich aufgebaut. Diese Häuser (Taunusstraße 5 und 6) veranschaulichen überdies, mit welch brutalen Mitteln in den 1960er- und 1970erjahren vorgegangen wurde, um Berlin auch hinsichtlich seiner Altbauten zu einer Stadt im tristen Einheitslook zu machen. Damals wurden Prämien gezahlt, damit Hauseigentümer den Fassadenputz entfernen ließen. Bei der Nummer 6 war man damit erfolgreich, bei der Nummer 5 dagegen nicht: Sie präsentiert sich in weiß und mit den ursprünglichen Ornamenten.

In seinen Innereien hat unser Haus noch etliche Überbleibsel aus seiner Entstehungszeit. Diese sind überwiegend im Jugendstil gehalten, es finden sich aber auch Anklänge an Art Deco und andere Richtungen. Im Eingangsbereich befinden sich Stuck-Fresken im Jugendstil, Ausprägung volkstümlich: Pan spielt die Flöte (oder soll es eher Bacchus sein?), eine Frau hält ihre schützende Hand über die Familie, und ansonsten verhindern ziemlich grimmig aussehende Gesellen (bislang erfolgreich), dass übel gesinnte Zeitgenossen im Haus ihr Unwesen treiben (beispielsweise die Fahrräder im Hof stehlen).

Friedenau hat nach der letzten verfügbaren Statistik 26.314 Einwohner, davon 3.983 Kinder und Jugendliche und 3.551 Menschen über 65 Jahren. 12,2% der Einwohner sind Ausländer, nicht mitgerechnet Personen, die aus anderen Berliner Stadtteilen oder gar von noch weiter her in Deutschland zugezogen sind. Zurzeit ist es in Friedenau 12:42 Uhr.

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